
Hier finden Sie Antworten auf Fragen zu Zähnen, Zahnpflege und allem, was damit im Zusammenhang steht.
Der erste Zahn ist ein erster Schritt zur festen Kost. Die Milchzähne sind wichtig zum Sprechen und Kauen. Sie sind Platzhalter für die bleibenden Zähne und sie sehen gut aus. Also gilt: Ab dem ersten Zahn ist Pflege wichtig. Schon der erste Milchzahn will gepflegt sein, denn er ist die Basis für ein gesundes Gebiss in späteren Jahren.
Was kann ich als Mutter tun?
Stillen im ersten halben Jahr ist optimal für die Zahngesundheit des Säuglings. Muttermilch liefert auch die Nährstoffe zum Wachstum der Zähne, das Saugen fördert die Ausbildung des Kiefers und trainiert die Kiefermuskeln.
Vermeiden Sie das Fläschchen zur ständigen Selbstbedienung. Alle süßen Flüssigkeiten sind schlecht für Kinderzähne. Dauernuckeln verursacht Nuckelflaschen-Karies. Ein Schnuller befriedigt das Saugbedürfnis des Babys. Er sollte mit den ersten Zähnchen abgewöhnt werden.
Vermeiden Sie Dauerlutschen an "gesunden" Dinkelstangen oder Vollkornbrot. Sie enthalten Getreidezucker. Bieten Sie klein geschnittenes Obst und Gemüse an.
Zahnpflege von Anfang an?
Beginnen Sie mit der Zahnpflege sobald der erste Zahn sich zeigt. Benutzen Sie eine Babyzahnbürste. Führen Sie das Kind spielerisch an die Zahnpflege heran. Bürsten Sie die Zähnchen morgens und abends, gewöhnen Sie das Kind an dieses Ritual. Wenn Ihr Kind selbst die Bürste in die Hand nehmen kann, wählen Sie eine Bürste mit dickem Griff für die kleine Hand. Ab dem 2. Geburtstag verwenden Sie eine erbsengroße Menge Kinderzahnpasta.
Gesunde Zähne und ein schönes Gebiss sind entscheidend für gutes Aussehen. Sie sind wesentliche Voraussetzung für unsere Aussprache, Atmung, Ernährung also für unsere Gesundheit rundum.
Sind alle Weisheitszähne vorhanden, hat der Mensch insgesamt 32 Zähne. Normalerweise passen sie mit Ober- und Unterkiefer zusammen wie Schloss und Schlüssel.
Nicht alle Zähne sind gleich, ob spitz, scharf oder eckig - jeder Zahn hat eine eigene Funktion. Die Schneidezähne zerteilen, Eckzähne halten fest und Backenzähne helfen beim Abbeißen und Zerkleinern.
Essen - was passiert im Mund?
Unsere Zähne sind also Messer, Pressen und Mühlstein in Einem. Mit Schneide-, Quetsch- und Mahlbewegungen wird die Nahrung in der Mundhöhle zerkleinert. Hier beginnt schon der Verdauungsprozess. Die Spucke durchsetzt den Brei zum besseren Schlucken. Der Magen-Darm-Trakt übernimmt dann die Arbeit mit Verdauungssäften und Enzymen.
Was sind die Folgen schlechter Zähne?
Fehlen Zähne, ist die Kaufunktion eingeschränkt. Also wird die Nahrung weniger zerkleinert geschluckt. Die Folge ist verzögerte oder mangelhafte Vorverdauung.
Kranke Zähne oder lückenhaftes Gebiss sind oft Ursache für einseitige oder Fehlernährung. Meist ist das Vitaminmangel, weil kein Obst gekaut werden kann. Oder das fehlende Fleisch führt zu Eisenmangel mit Folgen für das Blut. Und davon sind nicht nur ältere Menschen betroffen!
Der kranke Zahn selbst verursacht unangenehmen Mundgeruch. Er kann zu einem Krankheitsherd für unseren gesamten Organismus werden. Die im Blut eingeschwemmten Bakterien können auch innere Organe (Herz) attackieren.
"Mir läuft das Wasser im Mund zusammen!" - appetitliches Essen oder guter Geruch regen unsere Speichelproduktion an. Wenn aber real "die Spucke wegbleibt", spüren wir die Bedeutung sofort.
Spucke, auch Speichel, wird in den Speicheldrüsen gebildet. Er ist eines der wichtigsten natürlichen Schutzsysteme unseres Körpers. Unsere Spucke sorgt für Gleichgewicht der Mikrobiologie und ist Wächter über die Immunabwehr im Mundraum.
Ein gesunder Mensch produziert einen halben bis einen Liter Speichel täglich. Voraussetzung ist genug trinken! Zu wenig Spucke mit trockenem Mund wird als unangenehm empfunden und beeinträchtigt das Allgemeinbefinden. Die Geschmacksnerven funktionieren nicht mehr richtig. Schluck- und Kaubeschwerden stellen sich ein, langfristig die Basis für Karies und Zahnfleischerkrankungen.
Speichel neutralisiert nach dem Essen und Trinken die Säuren. Seine Enzyme leiten die ersten Schritte der Verdauung von Zucker ein. Schleimstoffe sorgen für die Gleitfähigkeit der Nahrung, sie erleichtern Kauen und Sprechen. Speichel enthält alle Mineralsalze, um Zahnschmelz zu reparieren und härten. Und das ist die wichtigste Aufgabe. Nur so widersteht der Zahn den Säureattacken und Karies hat keine Chance.
Was ist die Ursache für zu wenig Speichel?
Die meisten Menschen trinken zu wenig, vor allem im Alter. Und das ist schädlich für die Gesamtgesundheit. Mundtrockenheit kann von anderen Krankheiten oder Nebenwirkung von Medikamenten herrühren. Besonders bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Bluthochdruck oder Rheuma.
Vor allem Bestrahlungen schädigen Speicheldrüsen oft irreversibel. Hier ist gezielte Nachbehandlung wichtig.
Was kann ich für die Spucke tun?
Trinken, trinken, trinken, möglichst zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag. Übrigens regt Kaugummi kauen den Speichelfluss an.
In unserem Mund sind ca. 300 bekannte Bakterien aktiv. Sie bilden gemeinsam den Biofilm. Wenn wir morgens nach dem Aufstehen mit der Zunge über unsere Zähne fahren, spüren wir sofort: unser Mundraum ist lebendig!
In jeder Mundhöhle befindet sich eine bunte Mischung von Bakterien. Es gibt Pionierbakterien, die sich auf der Zahnoberfläche festsetzen. Sie sind die Vorhut für weitere Kollegen. Ohne regelmäßiges Zähneputzen wächst der Biofilm Stockwerk für Stockwerk als pyramidenförmiger Wolkenkratzer in die Höhe. Einige Bakterienarten sind für Karies verantwortlich. Andere sorgen für Wege zum Transport von Nahrung und Abfall.
Die Plaque-Bakterien verursachen Entzündungen des Zahnfleisches (Parodontitis). Diese Bakterien siedeln sich ober- und unterhalb des Zahnfleischrandes an. Das Zahnfleisch schwillt an und blutet. Die Parodontitis kann chronisch werden und immer wieder schubweise auftreten. Sie ist die Vorstufe von Taschenbildung und Knochenabbau.
Was kann ich tun?
70 - 80% der Bevölkerung leiden irgendwann im Laufe des Lebens an Parodontitis. Hier muss der Zahnarzt helfen. Er gibt Auskunft über Behandlungsmethoden.
Mundgeruch ist vielen Menschen peinlich. Man traut sich kaum, sein Gegenüber darauf anzusprechen. Atmen Sie in die Hände - riecht es? Denn oft ist Mundgeruch nur eingebildet.
Jeder Mensch hat seinen ganz persönlichen Mundgeruch. Der basiert auf:
- der ständig wechselnden Zusammensetzung unseres Speichels,
- den Bakterien auf der Mundschleimhaut,
- den Ausdünstungen von Speichelröhre und Atemwegen und
- dem was wir gegessen und getrunken haben.
Daraus mixt sich unser natürlicher Mundgeruch.
Woher kommt Mundgeruch?
Mundgeruch entsteht durch Fäulnisprozesse. In unserer Mundflora leben bis zu tausend verschiedene Bakterienarten. Diese Mirkoorganismen essen nicht nur, sie scheiden auch aus. Diese Schwefelverbindungen nimmt unsere Nase als schlechten Atem wahr.
Der kommt sehr oft von mangelnder Zahnpflege. Die Bakterien habe die Chance Zahnbelag zu bilden. Aber auch ein trockener Mund entlässt schlechtem Atem. Deshalb riechen die Menschen morgens beim Aufstehen nicht so gut aus dem Mund. Und Karies, Parodontitis, andere Entzündungen oder Mundsoor können unangenehmen Atem verursachen.
Stress kann Auslöser für Mundgeruch sein - trotz bester Zahnpflege. Sie halten sich oft in beheizten Räumen mit geringer Luftfeuchtigkeit auf? Sie schnarchen mit offenem Mund? - Das trocknet die Schleimhäute, die Bakterien sitzen fest und sorgen für üblen Geruch. Hier hilft viel trinken.
Rauchen erzeugt schlechten Mundgeruch. Die geruchserzeugenden Partikel des Tabaks setzen sich auf der Mundschleimhaut fest. Dort werden sie zersetzt und sorgen für den scharfen Geruch.
Kurzfristiger schlechter Atem kann geruchsintensiven Speisen (Knoblauch) oder Getränken (Alkohol) herrühren, aber auch von Medikamenten. Manche Krankheiten kann man riechen. Für Magen- oder Darmgeschwüre sind Bakterien verantwortlich.
Was kann ich dagegen tun?
Kaugummi, Pfefferminzbonbons oder Mundwasser überdecken nur kurzfristig. Wichtig ist sorgfältige und gründliche Mundhygiene - damit lässt sich das Problem meistens lösen. Die Reinigung von Zahnzwischenräumen und Zunge ist nicht zu vergessen.
Wenn das nicht hilft, sollte der Weg zum Zahnarzt führen. Der Zahnarzt prüft das Zahnfleisch auf Entzündungen, den Zustand der Füllungen und Kronen. Mit professioneller Zahnreinigung wird Plaque und Zahnstein gründlich entfernt.
Die exakteste Erkennung ist die Atem-Messung mit dem Halimeter. Dieses Instrument misst die Konzetration von Schwefelmolekülen in Atem und Speichel.
Wer wünscht sich nicht gesunde, weiße Zähne? Sie lassen unser Lächeln strahlen - ein kerngesunder Mensch! Aber wir lieben Kaffee, Zigaretten, Tee, Curry oder Rotwein. Und die können im Lauf der Zeit hässliche Spuren hinterlassen. Die Farbe setzt sich in Plaque und Zahnstein fest. Und sie wandert in den Zahnschmelz.
Nicht immer sind Nahrungs- oder Genussmittel die Ursache. Durch die Dauernutzung verlieren die Zähne Zahnschmelz. Owohl er die härteste Substanz in unserem Körper ist. Die Zähne bekommen eine Alterspatina. Sauere Lebensmittel und Getränke, harte Zahnbürsten oder die falsche Putztechnik beschleunigen diesen Prozess. Zahnschmelz wird nur im Kindesalter aufgebaut. Je dünner diese Schicht wird, umso mehr scheint das darunter liegende gelbliche Dentin (Zahnbein) durch.
Gelbe Verfärbungen der Zähne können einem Kind sprichwörtlich in die Wiege gelegt werden. Nimmt die werdende Mutter das Antibiotikum Tetrazyklin ein, kann das die eigenen und die Kinderzähne verfärben. Und diese Verfärbungen verschwinden nicht von allein. Bei Wurzelfüllungen in abgestorbenen Zähnen sind die Verfärbungen grau.
Was kann ich dagegen tun?
Sie müssen auf das Gläschen Rotwein oder die Tasse Tee nicht verzichten! Erste Hilfe ist das Spülen des Mundraumes mit klarem Wasser. Die färbenden Substanzen setzen sich nicht so stark ab.
Sind die Verfärbungen oberflächlich, kann eine professionelle Zahnreinigung durch den Zahnarzt helfen. Oft tut es auch eine intensiv reinigende Zahnpasta. Diese nicht täglich benutzen!
Wenn die Farbveränderung stört, kann ein Bleaching helfen. Von frei verkäuflichen Homebleaching-Artikeln ist allerdings dringend abzuraten - nur ein Zahnarzt kann die Ursache für die Verfärbung feststellen.
Bei Verfärbungen durch Schmelzverlust sind die Zähne besonders vorsichtig zu reinigen. Schrubben mit zu harten Bürsten schadet Zahnschmelz und Zahnfleisch. Folgen sind schmerzempfindliche Zähne, freiliegende Zahnhälse oder Zahnhalskaries.
Milchzähne brauchen keinerlei Pflege, sie fallen sowieso aus.
Immer mehr Kleinkinder verlieren ihre Milchzähne nicht auf natürliche Weise. Karies an Milchzähnen kann an den bleibenden Zähnen Schäden verursachen. Der Fachbegriff: Nuckelflaschenkaries. Zahnlücken bei Kleinkindern können zu Fehlentwicklungen des Kiefers führen. Das gibt Probleme beim Sprechen, Lernen und Essen. Also ist Zahnpflege ab dem ersten Zahn wichtig!
Schlechte Zähne sind Veranlagung.
Die Gene tragen am Risiko zu Karies mit. Die Menschen putzen ihre Zähne sehr unterschiedlich. Sie achten ganz unterschiedlich auf gesunde Ernährung und Lebensweise. Und das ist für unsere Zähne sehr wichtig.
Alte Leute brauchen irgendwann die "dritten Zähne".
Das ist falsch! Natürliche Zähne können bei guter Pflege ein Leben lang halten.
Brauner Zucker ist gesünder als weißer Zucker.
Beide Zuckersorten sind gleich gesund oder ungesund. Der Unterschied liegt in der Reinigung bei der Herstellung. Brauner Zucker enthält noch Mineralstoffe und Vitamine.
Nur wenn ich viel Süßigkeiten esse, bekomme ich Karies.
Es ist nicht die Menge an Süßigkeiten, die Karies verursacht. Es ist die Häufigkeit des Konsums und die Verweildauer im Mund. Eine Tafel Schokolade auf den Tag verteilt schadet mehr, als auf einmal gegessen. Vorsicht auch bei gezuckerten Getränken! Auch kohlehydrathaltige Nahrung kann Karies verursachen. Bereits im Mund wird die Stärke in Zucker umgewandelt.
Tee ist schlecht für die Zähne.
Teetrinker haben oft dunkel verfärbte Zähne. Aber viele Inhaltsstoffe des Tees haben eine positive Wirkung. Fluorid, schützt den Zahnschmelz. Und die Enzyme bremsen die Umwandlung von Stärke in Zucker.
Apfel essen ersetzt Zähneputzen am Abend.
Ein Apfel kann nur oberflächliche Beläge entfernen. Die Zahnzwischenräume werden nicht gereinigt. Die Säuren greifen den Zahnschmelz an. Der Fruchtzucker ist Nahrung für die Kariesbakterien.
Ein Kaugummi ist Ersatz für Zähneputzen.
Auch zuckerfreier Kaugummi ersetzt die Zahnbürste nicht. Er regt lediglich den Speichelfluss im Mund an. Und die Säuren im Mund werden schneller neutralisiert.
Viele Wirkstoffe sind für den Körper lebensnotwendig für unsere Gesundheit. Auch für die Gesundheit unserer Zähne. Hier einige Beispiele von Lebensmitteln und deren Vitamingehalt.
Vitamin A
kommt in Fisch, Milch, Butter, Käse und Eiern vor. Es sorgt für den Aufbau der Schleimhäute und bildet die keratinähnliche Grundsubstanz für den Zahnschmelz.
Vitamin C
kommt in Kartoffeln, Zitrusfrüchten und Sauerkraut vor. Es unterstützt das Immunsystem und sorgt für gesundes Zahnfleisch.
Vitamin D
auch Sonnenvitamin genannt, kommt in Fisch, Fleisch, Leber, Milch und Eiern vor. Es fördert die Bildung der Knochen und der Zähne.
Vitamin E
kommt in Kohl, Lauch und Spinat vor. Es hilft mit beim gesunden Knochenaufbau und hat eine positive Wirkung auf Zahnfleischerkrankungen.
Vitamin H
auch Biotin genannt ist das Hautvitamin. Es kommt vor in Eigelb, Leber, Erdnüssen, Haferflocken und Reis. Die typische Mangelerscheinung sind ausgetrocknete Schleimhäute.
Vitamin K
kommt vor als Zusatz in Kaugummi. Es ist wichtig für gesunden Knochenaufbau und hemmt die Säureproduktion der Kariesbakterien.
Folsäure
wirkt positiv bei Zahnfleischerkrankungen.
Kalzium
kommt in Käse, Ölsardinen und Mandeln vor. Es wirkt positiv bei Zahnfleisch- und Kieferknochenschwund.
Fluoride
kommen in Trinkwasser und Zahnpasta vor. Sie lagern sich in die Zahnstruktur ein und fördern die Zahnsubstanz und wirken zahnhärtend.
Wer nascht nicht gern - Süßes ist Belohnung. Und auf diese Belohnung muss nicht verzichtet werden! Wichtig ist der richtige Konsum. Denn Plaquebakterien wandeln den Zucker in Säure um. Und die greift den Zahnschmelz an.
Die Menge der Süßigkeiten ist nicht entscheidend, sondern wie oft und wie lange am Tag genascht wird. Besser ist etwas Süßes nach dem Essen als immer wieder über den Tag verteilt zu knabbern oder lutschen. Danach werden dann die Zähne geputzt. Und ein abendliches Betthupferl muss ausfallen!
Auch zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten - und dazu zählt auch gesüßter Kaffee oder Tee - sollte man im Auge behalten. Den meisten Leuten ist nicht klar, dass in Ketchup oder Senf eine ordentliche Portion Zucker enthalten ist.
Nicht zu vergessen der Zucker in Softdrinks, Müsliriegeln oder den anderen versteckten Zuckern. Am besten Zucker so sparsam wie ein Gewürz verwenden und der Eigengeschmack des Lebensmittels wird wieder intensiv wahrgenommen.
Vorsicht bei Zuckerersatzmitteln wie Xylit - größere Mengen können bei Kindern Durchfall und Blähungen verursachen.
Und: Saures greift direkt den Zahnschmelz an. Ein Glas Wasser oder ein zuckerfreier Kaugummi nach dem Obst (besonders Zitrusfrüchten) neutralisiert die Säure. Hier gilt: Vorher Zähneputzen ist besser, weil der Zahnschmelz durch die Säure arg strapaziert wird.
Heißes, Kaltes, Süßes oder Saures verursacht einen stechenden Schmerz im Mund - dann haben Sie empfindliche Zähne!
Alle Zähne werden durch ihre dicke Schmelzschicht geschützt. Der Teil der Zähne ohne diesen Schutzmantel steckt normalerweise sicher im Zahnfleisch. Liegt dieser Zahnhals frei, kommt es zu den Schmerzen bei Berührung mit Heißem oder Kaltem. Denn dieser Teil des Zahnes ist mit Kanälen durchzogen. Durch diese Kanäle gelangt mit Speichel aufgelöster Zucker bis an den Nerv im Zahninneren. Der sendet die Schmerzimpulse an unser Gehirn.
Zahnfleisch zieht sich zurück bei Entzündungen über längere Zeit. Die Bakterien bilden mit Nahrungsresten den Zahnbelag am Zahnsaum. Und wenn der nicht entfernt wird, setzen sich diese kleinen Feinde auch im Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch fest. Dann entzündet sich das Zahnfleisch, wird dick und löst sich vom Zahn. Die Bakterien folgen nach und das Zahnfleisch zieht sich weiter zurück - eine ausgewachsene Parodontitis.
Wenn Sie gegen diese Parodontitis nichts tun, schreitet sie weiter fort. Der Zahn findet keinen Halt mehr und fällt irgendwann aus.
Deshalb ist sorgfältige Pflege des Gebisses angesagt - nur so können Sie vorbeugen!
Es gibt aber auch Schutz für schmerzempfindliche Zähne. Remineralisierende Zahngels einmal wöchentlich nach dem Zähneputzen sollen den Nerv mit einem Schutzmantel umgeben.
Der Zahnarzt trägt als Kariesschutz Fluoridlack auf die Zahnhälse. Leider hält er nicht lange. Besser haften spezielle Kunststoffe, sog. Dentin-Kleber. Die verschließen die Kanäle im Zahnhals, so kann weder Wärme noch Kälte an den Zahnnerv gelangen.
Jeder Fünfte knirscht mit den Zähnen und merkt es nicht einmal. Meistens passiert das nachts im Schlaf. Oft erkennen Lebenspartner das Problem als Erste. Der Schläfer ahnt meistens nicht, was er nachts mit seinen Zähnen anstellt. Denn es geschieht unbewusst. Der Stress des Tages wird im wahrsten Sinne des Wortes mit den Zähnen zermalmt. Sie verbeißen sich hart ineinander, die Muskeln pressen und der Kiefer mahlt. Und das schleift die Zähne ab und die Kiefergelenke verschleißen.
Am Morgen steht man dann auf mit Kopf- und Nacken- oder sogar Rückenschmerzen. Die Muskeln verspannen durch das ständige Mahlen. Zur Schonung der Zähne gibt es die Knirscher-Schiene. Der Zahnarzt passt sie individuell an. Dieser Überzug aus Kunststoff schont die Zähne. Gegen die Anspannung hilft er aber nicht. Die muss auf anderen Wegen gelöst werden.
Im Gegensatz zu Erwachsenen schadet Kindern Zähneknirschen nicht. Denn Kleinkinder knirschen so lange, bis die Kauflächen von Ober- und Unterkiefer zueinander passen. Die Milchzähne können dadurch sogar plan geschliffen werden. Das ist nicht weiter schlimm, es kommen ja neue Zähne.